Der HSV bei den Sächsischen Meisterschaften

Der März steht schon seit einigen Jahren im Zeichen der Sächsischen Meisterschaften, die auch 2019 in der Leipziger Universitätsschwimmhalle ausgetragen wurden. Nach den Wettkampfergebnissen des zurückliegenden Qualifikationszeitraums konnten wir am 16./17. März mit 18 Sportlern nach Leipzig reisen, eine beachtliche Anzahl, mit der wir uns innerhalb Sachsens keinesfalls verstecken müssen. Mitgereist waren Sportler aus der AK 14+ und AK 12 sowie Lena Rieß und Hannes Kern vom Landesstützpunkt.

Für unsere Heimsportler gab es angesichts der zahlreichen Teilnahme von Stützpunktsportlern wenig zu holen außer Bestzeiten, diese purzelten dafür aber vor allem bei der AK 12 sehr häufig. Zugegeben, der letzte Langbahnwettkampf war schon etwas her und die Zeiten entsprechend schon älter, aber hin und wieder fiel auf der ungewohnten 50-Meter-Bahn sogar eine relativ frische Bestzeit von der Kurzbahn, sodass der mitgereiste Trainer Konrad und natürlich auch die Sportler für die zwei Schwimmhallentage vollauf entschädigt wurden. Bei der AK 12 standen am Ende sagenhafte 100 % Bestleistungen zu Buche, was an sich schon eine kleine Sensation ist. Dazu waren auch einige Knallerzeiten dabei, die im folgenden gewürdigt werden sollen: Lotte Thümmel (2007) knackte über die 200m Rücken die Drei-Minuten-Marke und lieferte eigentlich in jedem Wettkampf ein ansprechendes Rennen mit cleverer Einteilung und deutlichen Verbesserungen. Beste Platzierung: Rang zehn über 200m Brust in ihrem Jahrgang. Sina Broßmann (2006) schwamm sich über 50m und 200m Brust und Kraul jeweils deutlich Bestzeit und erreichte über die 200m Brust sogar Platz acht in ihrem Jahrgang. Angeline Pöttrich (2006) hat sich auch auf der Langbahn nun an die 30-Sekunden-Schallgrenze über 50m Freistil gekämpft und auch in den anderen Strecken auf hohem Niveau weiter zugelegt. Ihre beste Platzierung ist ebenfalls Rang acht über 50m Freistil und 50m Brust.

Bei den Jungs durfte Luis Feyer (2007) über dreimal Freistil (50, 100, 200m) ran und schwamm sich vor allem über 100m und 200m in vorzeigbare Bereiche. Die 2:45,33 in 200m Freistil wurden mit Platz 14 belohnt. Brustspezialist Nick Pauer (2007) hatte über die drei Starts in dieser Lage den siebten Platz gebucht und schraubte die eigene Bestmarke bei jedem Start um fast zehn Prozent nach unten. Elias Hösel (2006) schwamm über 50m Freistil auch in Richtung 30 Sekunden und verbesserte seine alte 50m-Schmetterling-Bestzeit um ganze sechs Sekunden auf 0:36,85 min. Moritz Neumann (2006) verbuchte über seine liebsten Rückenstrecken zwei Schallmauer-Durchbrüche: unter 40 Sekunden auf 50m und unter drei Minuten auf 200 Meter, dort minus fünfeinhalb Sekunden im Vergleich zu einer erst eine Woche alten Bestzeit aus Riesa, belohnt mit Platz 15 in der Jahrgangswertung. Moritz-Joy Schmidt (2006) machte ebenfalls auf jeder Strecke Boden gut und erreichte über 50m Schmetterling Platz 11. Eine Runde Sache!

Ebenfalls gute Leistungen brachte die um eins ältere Gruppe. Maja Rösner (2004) erschwamm sich vier Bestzeiten, Alina Krause (2003) immerhin drei, auch wenn es auf ihren Hauptstrecken nicht ganz wie gewünscht lief. Anselina Peschke (2003) fischte über zwei 50m-Strecken eine Bestleistung aus dem Becken und war sonst nah dran. Emily Zeidler (2003) konnte sich das Einsatzbienchen verdienenen und war für einen Start über 50m Freistil angereist, den sie auch in neuem persönlichen Rekord beendete. Paula Wachtel (2002) drehte vor allem am Sonntag über 50m Freistil und Brust mit zwei ordentlichen Steigerungen auf. Nora Flehmig (1998) steigerte sich trotz Unmut über die einfach nicht schnell werden wollenden 50m-Strecken über 200m Rücken und 200m Lagen nochmal deutlich - leider sind es wohl ihre letzten "Sächsischen" für den HSV gewesen. Konrad Röhringer (2004) hat nun über 50m Freistil auch auf der Langbahn eine zwei am Anfang stehen und erreichte noch drei weitere deutliche und überfällige Steigerungen der Bestleistungen.

Lena Rieß (2007), am LSP trainierend, erreichte vier neue Bestzeiten auf dem Weg zum D-Kader-Status. Für die Hainsberger Finalteilnahmen 2019 sorgten Hannes Kern (2000) und Konrad Speck (2004), die sich über 100m Schmetterling und 50m Rücken (Hannes, A-Finale) und 100m Rücken, 100m Schmetterling und 200m Rücken (Konrad, B-Finale) qualifizierten. Sehr gut!

Im Bild: Angeline Pöttrich beim Start