16. Spieltag gegen Wilsdruff

30.03.2019
SG Motor Wilsdruff - Hainsberger SV
2:2 (0:1)

Punkteteilung im Spitzenspiel

Trotz strahlendem Sonnenschein und frühlingshaften Temperaturen fand das Spitzenspiel der Landesklasse Mitte nur auf dem kleinen Kunstrasen des Wilsdruffer Parkstadions statt. Dies ist besonders bedauerlich da ja beide Mannschaften eigentlich versuchen mit spielerischen Mitteln zum Erfolg zu kommen. So war dann die Anfangsphase der Partie stark vom gegenseitigen Respekt geprägt und beide Teams taten sich schwer Torgelegenheiten herauszuspielen. In der 27. Spielminute dann aber die erste wirklich gelungene Hainsberger Kombination und die führte auch gleich zum Erfolg. William Wessely setzte sich auf dem rechten Flügel durch und findet mit seiner Hereingabe im Zentrum Markus Weise. Dessen Schuss kann der Wilsdruffer Keeper zwar noch parieren doch gegen den Abstauber von Sebastian Null ist er dann machtlos. Hainsberg blieb danach weiter am Drücker und hätte bereits eine Minute später um ein Haar den zweiten Treffer erzielt. Marcel Reck drückte vom rechten Strafraumeck ab und der Ball krachte an den Innenpfosten des Wilsdruffer Tores von wo er dann parallel zur Linie wegsprang aber eben nicht ins Tor ging. Kurz vor der Pause dann noch eine gelungene Hainsberger Kombination. Wieder sind dieselben Spieler beteiligt wie beim Führungstreffer doch diesmal in anderer Reihenfolge. Markus Weise steckt den Ball geschickt durch die Lücke in der Wilsdruffer Abwehr zu Sebastian Null der den Ball erläuft und im Zentrum dann auch William Wessely findet. Dessen Schuss wird dann aber im letzten Moment gerade so noch geblockt. Die Gastgeber zwar insgesamt mit etwas mehr Ballbesitz und auch einigen guten Ballstafetten im Mittelfeld, doch ohne Durchschlagskraft im Angriffszentrum. So ging es dann mit einer Gästeführung in die Kabinen, die allerdings hätte höher ausfallen müssen. Trainer Knut Michael forderte dann von seiner Mannschaft sich nicht zurück zu ziehen und weiter zu versuchen den zweiten Treffer zu erzielen. Die zweite Hälfte hatte gerade begonnen da wäre dieses Vorhaben auch fast in die Tat umgesetzt worden. Nach einer Ecke lauerte Markus Weise am langen Pfosten, nahm den Ball direkt, verfehlte das Wilsdruffer Gehäuse allerdings knapp. In der 55. Spielminute dann eine Schiedsrichterentscheidung die großen Einfluss auf die Partie haben sollte. Der Hainsberger Erik Schütze versucht am eigenen Strafraum den Wilsdruffer Spielmacher Yves Morgenstern vom Ball zu trennen, trifft mit seinem Tackling allerdings nicht den Ball sondern den Fuß des Gegners. Das der Schiedsrichter dann aber statt der gelben Karte den roten Karton zückt, sorgt sogar bei den Wilsdruffer Anhängern für Kopfschütteln. Das Hainsberger Unglück machte dann Philip Heineccius perfekt als er den fälligen Freistoß im Tor versenkte. Zusätzliches Pech hatten die Gäste auch noch damit das Torhüter Thomas Metzner bei seiner Parade ausrutschte und so, den eigentlich haltbaren Ball, passieren lassen musste. Hainsberg nun in Unterzahl, ließ sich aber nicht beeindrucken und zeigte einen bemerkenswerten Kampfgeist. Aber das Glück war einfach nicht auf Hainsberger Seite. Felix Weinhold zieht aus ca. 20 Metern ab, Michael Arnold im Wilsdruffer Kasten bekommt aber gerade noch so die Hand an den Ball der daraufhin wieder an den Innenpfosten prallt und geklärt werden kann.
Kurz darauf die nächste Hainsberger Großchance. Nach sehr guter Vorarbeit von Markus Weise, kommt Sebastian Null zehn Meter vorm Tor freistehend zum Abschluss, verfehlt das Gehäuse aber um Zentimeter. Mit zunehmender Spielzeit macht sich dann die zahlenmäßige Unterlegenheit der Gäste doch bemerkbar und die Gastgeber erhöhen den Druck immer mehr. Die Hainsberger Abwehr steht allerdings sehr sicher und lässt kaum eine erwähnenswerte Wilsdruffer Torgelegenheit zu. So braucht es dann wieder eine Einzelaktion für den nächsten Treffer der Partie. Jörg Göhler ist es der sich in der 85. Minute ein Herz fast und aus ca. 22 Metern abzieht. Obwohl der Hainsberger Strafraum voller Spieler ist findet der Ball die Lücke und fliegt an Freund und Feind vorbei in die linke Ecke des Hainsberger Tores. Trotz dieses schweren Schlages ergibt sich die Hainsberger Mannschaft allerdings nicht in ihr Schicksal und versucht, trotz Unterzahl wieder zurück zu kommen. Wieder ist es Markus Weise der nach einer Ecke am langen Pfosten steht, diesmal aber besser zielt und den Ball unter die Latte des Tores hämmert. Großer Jubel auf der Hainsberger Bank und den mitgereisten Fans über den hochverdienten Ausgleich und fast wäre sogar noch der Sieg gelungen. In der Nachspielzeit wieder Ecke für Hainsberg, wieder Markus Weise am langen Pfosten, doch diesmal geht der Ball über den Kasten. Unterm Strich steht dann ein Punktgewinn für Hainsberg der eigentlich aufgrund der Torchancen im Spiel zu wenig ist, nach dem Spielverlauf sich allerdings anfühlt wie ein Sieg.

Torfolge: 0:1 Sebastian Null(27.); 1:1 Philip Heineccius(57.); 2:1 Jörg Göhler(85.); 2:2 Markus Weise(87.)
Zuschauer: 80 Gelb: 1/3 Rot: 0/1