+++Spielbericht+++Halbfinale+++Volleyball+++

"Eine Klasse für sich oder - ein moralisches Spiel."

Der Tag danach fühlt sich immer noch nicht real an, was ist da nur passiert!? Aber der Reihe nach. Es ist wieder Samstag... Es ist wieder Punktspielzeit. Soweit ja nichts Neues, ein kleines /großes ABER gibt es dann doch: POKALHALBFINALE!
Die sorgte bei uns auf der einen Seite für Respekt, auf der anderen Seite für Euphorie, denn wann hat man schon mal die Gelegenheit im Sparkassencup (Sachsenpokal) – Halbfinale zu stehen? Wir jedenfalls noch nie! Mit geschwächten Kader, aber mit ComebackHanna an Board machten wir uns nun mit gemischten Gefühlen auf nach Seifersdorf.
Und dann ging es schon los! Kein Raum mehr für Zweifel, kein "was wäre wenn", sondern Fokus auf den noch unbekannten Gegner TSV Leipzig 76 - 2. Damen. Die Leipziger, in der anderen Sachsenklassestaffel derzeit auf Platz 4 liegend, machten auch gleich mal klar, dass sie uns die Punkte auf keinen Fall schenken wollen.
Mit sicherer Annahme und ziemlich dynamischen Aufbauspiel machten sie uns das Leben ganz schön schwer und somit ging auch der erste Satz berechtigt an die Leipzigerinnen.
Puhh…. erstmal durchatmen, dann ab ins Feld einen Gang hochschalten! Und das Taten wir auch. Wir kämpften uns Stück für Stück ins Spiel und übernahmen Schritt für Schritt die Kontrolle über das Geschehen. 3:1 hieß es zum Schluss für den HSV. Ein Kampf, aber auch eine Freude dem Druck standgehalten zu haben.
Nachdem Dippoldiswalde sich ebenfalls 3:1 gegen die TSV Leipzig durchsetzen konnte, mussten wir erneut aufs Parkett.
Also auf zum letzten Ritt: HSV vs. MH Metallprofil Volleys Dippoldiswalde - ein wahres Derby. In der Vorrunde waren die Dippser mit 3:2 erfolgreich.
Was sich dann aber abspielte, war auf beiden Seiten nicht vorhersehbar. Aus einem offen Schlagabtausch entwickelte sich ein Kampf um wirklich jeden einzelnen Punkt. Die Dippser Fans waren laut - aber wir waren lauter! Dieses Gesicht, welches der HSV hier zeigte, ist der nächste wichtige Entwicklungsschritt, sich eben nicht dem Druck zu beugen, sondern weiter zu machen und an sich zu glauben. Die Stimmung war überwältigend und eines Derbys würdig. Nach über einer Stunde Kampf, strittigen Schiedsrichterentscheidungen und einer gelben Karte (die irgendwie auch keine war, da sie im Protokoll erst einmal nicht nachvollzogen werden konnte, wer sie bekommen hat - man vermutet hier, dass sie an unseren Trainer gerichtet war, der streitet dies natürlich ab), stand es zurecht 2:2 nach Sätzen.
Man spürte förmlich die Anspannung in der Halle. Keiner wollte auch nur einen Zentimeter zurück weichen und so war auch der letzte Satz von einem Kopf-an-Kopf-Rennen geprägt.
Dann war es soweit: die letzte Aktion, unser letzter Angriff, ein Aufschrei - der JUBEL !!!!! Erlösung, Emotionale Entladung, Euphorie...
Wir gewinnen sensationell und unerwartet, aber nicht unverdient 3:2 (5.Satz 17:15) in einer atemberaubenden Schlacht und stehen im Sachsenpokalfinale!!!
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