Staffelsiege im Erzgebirge

Bereits traditionell ist der letzte Wettkampf für die Hainsberger ab der AK 12 der Internationale Erzgebirgsschwimmcup. Zur diesjährigen 22. Auflage machten sich insgesamt 29 Hainsberger auf nach Marienberg. Am Sonnabend, dem 9. Dezmber, starteten die jüngeren Sportler bis Jg. 2004 bei den Jungen bzw. 2005 bei den Mädchen. Hier ging es vor allem um neue Bestleistungen, denn der Erzgebirgsschwimmcup war für die AK 12 als wettkampfmäßiger Saisonabschluss geplant, auf den seit den Bezirkssprintmeisterschaften in Görlitz hintrainiert wurde. Und die Ergebnisse konnten sich durchaus sehen lassen. Teilweise konnten die erst zum Schwimmfest unterm Tannenbaum in Riesa eine Woche zuvor aufgestellten Bestmarken erneut unterboten werden. Auch auf den 100-Meter-Distanzen gab es einige erfreuliche Steigerungen zu vermerken und zur Freude des Trainers gab es diesmal auch keine unnötigen Disqualifikationen. Auch wenn am Abend - der Wettkampf begann gegen neun Uhr morgens und endete gegen sechs Uhr abends - die Luft bei einigen etwas raus war, war der Samstag in Verbindung mit den Leistungen in Riesa am Vorwochenende ein sehr gelungener Saisonabschluss. Am Ende schaffte es Sina Broßmann (2006) als Dritte über 50m Brust in 0:42,18 Minuten noch aufs Siegerpodest des international besetzten Wettkampfes.

Für die Älteren begann das Wettkampfwochenende ebenfalls schon am Samstag, obwohl die Starts erst am Tag darauf absolviert werden mussten. Das Schwimmteam Erzgebirge als Veranstalter ermöglicht glücklicherweise eine Übernachtung von Samstag zu Sonntag in einer nahegelegenen Schule, und so konnten Anfahrten am frühen Morgen bei schwieriger Wetterlage im Erzgebirge vermieden werden. Die schneebedeckten Straßen verzögerten die Anfahrt dennoch auch am Sonnabendnachmittag, sodass der Besuch beim Marienberger Weihnachtsmarkt leider ausfallen musste. Eine Entschädigung leistete das von Helfern angebotene Abendessen in der Schule, das vor allem dem hungrigen und schon einen Wettkampftag hinter sich habenden Trainer der AK 12 sehr schmeckte. Nachdem Isomatte und Schlafsack im Klassenzimmer der 2b ausgerollt waren, nahmen sieben wackere Hainsberger noch den Kampf gegen ein 1000-Teile-Puzzle auf (das Puzzle gewann mangels Zeit).

Nach einer wie immer unterschiedlich gut verlaufenen Nacht machten sich halb sieben morgens zunächst alle wieder auf in den Speiseraum und stärkten sich mit dem Frühstück für die kommenden schwimmerischen Aufgaben. Am Eingang des Aqua-Marien-Bades trafen dann auch diejenigen ein, die aufgrund unterschiedlicher anderer Verpflichtungen erst am Morgen dazustoßen konnten. Nach dem engen Einschwimmen auf der Vier-Bahnen-Anlage begann dann der Wettkampf. Vor allem die "Masters-Damen" konnten einige vordere Platzierungen erreichen, so Elisabeth Sittner (1997) über 100m und 50m Freistil (jeweils Erste) und 50m Schmetterling (Zweite), Anja Große (1998) über 100m Brust, 200m Lagen (1. Platz), 50m Brust und 100m Freistil (3. Platz) sowie Nora Flehmig (1998), die über alle Strecken, bei denen sie antrat, mindestens Zweite wurde. Über 50m Rücken gelang ihr genauso wie Elli über 50m Freistil der Einzug ins A-Finale. Bei den Männern schaffte dies über 50m Rücken Philipp Ziegenbalg (2002, B-Finale). Die übrigen Herren erreichten ebenfalls noch einige Podestplatzierungen und selbst HSV-Veteran Christian Fritzsche stellte noch einmal persönliche Bestmarken auf. Der zweite HSV-Veteran am Start, Benjamin Sohr, hatte sein Können auf dem Fahrrad überschätzt und konnte mit genähter Platzwunde nicht starten, übernahm dafür aber die Trainerposition.

Der Wettkampf in Marienberg bietet im Wesentlichen zwei sportliche Höhepunkte: zum einen die Staffeln, zum Anderen die Finalläufe am Ende der Veranstaltung. Vor der Mittagspause wurden die 4x50m-Freistil-Staffeln ausgetragen. Der Hainsberger SV schickte insgesamt vier Mannschaften ins Rennen, je zwei weiblich und zwei männlich. Bei den Frauen konnten sich am Ende beide Staffeln auf dem Podest versammeln: die 1. Mannschaft gewann in 1:57,09 Minuten (Besetzung: Paula Wachtel, Anselina Peschke, Nora Flehmig, Elisabeth Sittner) vor den Sportlerinnen des TJ Slávie Chomutov aus Tschechien und der eigenen 2. Mannschaft (Besetzung: Alina Krause, Saskia Fritzsche, Laura Sieber, Linda Püschel, 2:04,07). Ein hervorragendes Ergebnis. Die Männermannschaft musste sich in 1:43,03 (Besetzung: Philipp Ziegenbalg, Maxim Fritsche, Christian Fritzsche, Alexander Krahl) nur Chomutov geschlagen geben, profitierte aber nachträglich von deren Disqualifikation, sodass letztendlich auch hie ein Sieg zu Buche stand. Die 2. Männermannschaft erreichte in 1:57,83 (Besetzung; Konrad Röhringer, Marius Rösner, Hannes Peschel, Tim Grunze) den siebten Rang.

Am Ende des zweiten Tagesabschnittes folgten die Finalläufe mit dreifacher Hainsberger Beteiligung. Unter lautem Anfeuern der ganzen Hainsberger Truppe erreichte Nora Flehmig in 0:30,51 den zweiten Platz in der offenen Wertung über 50m Rücken, Philipp Ziegenbalg in 0:30,02 über die gleiche Strecke Platz sechs in der Juniorenwertung und Elisabeth Sittner den vierten Platz über 50m Freistil in der offenen Klasse (0:28,39).

Den Abschluss des Wettkampfes bildeten dann die 4x50m-Lagen-Staffeln. Hier bot sich das gleiche Bild wie schon bei den Kraulstaffeln zuvor: bei den Frauen hieß es wieder Hainsberg I - Chomutov - Hainsberg II. Besetzt waren diese Staffeln diesmal mit Nora Flehmig, Anja Große, Paula Wachtel, Elisabeth Sittner (2:09,69) sowie Laura Sieber, Alina Krause, Anselina Peschke, Linda Püschel (2:20,35). Allerdings war die Entscheidung um den ersten Platz diesmal deutlich knapper ausgefallen, es lagen nur 22 Hundertstel zwischen Gold- und Silberrang. Die Männermannschaft in Besetzung Philipp Ziegenbalg, Maxim Fritsche, Alexander Krahl, Christian Fritzsche war in 1:56,34 Minuten wieder den Sportlern aus Chomutov unterlegen, die diesmal nicht aus dem Rennen genommen wurden. Die zweite Mannschaft (Tim Grunze, Tom Brottka, Marius Rösner, Hannes Peschel) erreichte in 2:12,80 erneut den siebten Rang.

In der Mannschaftswertung, die vor Jahren schon mal von Hainsbergern gewonnen wurde, erreichte der nicht in voller Stärke angetretene HSV diesmal den sechsten Platz.

Im Bild: Doppelsieg der Hainsberger Staffeln über 4x50m Lagen