Zwischen Dresden und Görlitz

...spielte sich das Wochenende vom 18. und 19. November für die Altersklassen 9 und älter ab. Den Anfang machten am Sonnabend die AKs 12 und 14+ beim Neißepokal in Görlitz, am Sonntag stand für die AKs 9 und 10/11 dann das Herbstschwimmfest des Schwimmbezirks Dresden in der Landeshauptstadt auf dem Programm.

Die Besonderheit am Görlitzer Wettkampf war die Staffel-Vereinswertung, deren Sieger den namensgebenden Neißepokal mit nach Hause nehmen durfte. Und in dieser Wertung wurde es gleich zu Beginn ernst: die 4x50m-Freistil-Staffeln männlich und weiblich standen als erster Wettkampf auf dem Programm, direkt vor den allseits beliebten 200m Schmetterling. Sowohl unsere Frauen- als auch unsere Männerstaffel ließen sich davon und von den stark aufgestellten anderen Mannschaften nicht beeindrucken und gewannen beide Wettkämpfe. Die Frauen lagen in der Besetzung Paula Wachtel, Anselina Peschke, Elisabeth Sittner und Nora Flehmig in 1:57,29 Minuten ganz knapp vor den Gastgebern aus Görlitz, die nach vier Startern nur knapp vier Zehntel zurück lagen. Die Männerstaffel in der Besetzung Christian Fritzsche, Maxim Fritsche, Philipp Ziegenbalg und Alexander Krahl hatte einen etwas deutlicheren Vorsprung vor den Schwimmern des UKS Shark Rudna aus Polen und gewannen die Staffel in 1:41,58 Minuten.

Durch die anschließenden 200m Schmetterling kämpften sich alle tapfer durch und wurden mit Podestplatzierungen belohnt. Siegreich waren bis zur Mittagspause Nora Flehmig über 200m Lagen, Moritz Gersch über 100m Rücken und 200m Lagen, Anja Große über 200m Brust, Elias Hösel über 200m Brust, Alexander Krahl über 200m Schmetterling und 200m Lagen, Anselina Peschke über 200m Brust und 200m Lagen, Konrad Röhringer über 200m Schmetterling, Elisabeth Sittner über 200m Schmetterling, Emily Zeidler über 200m Schmetterling und Philipp Ziegenbalg über 200m Schmetterling. Dazu kamen sehr viele Podestplatzierungen, leider aber auch die eine oder andere unnötige Disqualifikation, die damit auch eine gute Zeit zunichte gemacht hat.

Nach der Pause begann Teil zwei des Schwimmens um den Neißepokal, diesmal über die 4x50m Lagen. Wieder begann unsere Frauenstaffel und wieder machte sie es spannend. Am Ende konnten sich Nora Flehmig (Rücken), Anja Große (Brust), Paula Wachtel (Schmetterling) und Elisabeth Sittner (Kraul) aber erneut knapp in 2:11,42 Minuten gegen die Görlitzer Staffel (+ 65 Hunderstel) durchsetzen. Die Männerstaffel ließ danach nichts mehr anbrennen und besiegelte in 1:56,54 Minuten in der Besetzung Philipp Ziegenbalg (Rücken), Maxim Fritsche (Brust), Alexander Krahl (Schmetterling) und Christian Fritzsche (Kraul) den Gewinn des Neißepokals. Dieser wurde und anschließend zusammen mit einer Kiste leckerer Äpfel (immerhin befindet sich die Schwimmhalle an der Pomologischen Gartenstraße) überreicht. Zweiter in dieser Wertung wurde der SV Lok Görlitz vor dem MSV Bautzen.

Im folgenden zweiten Abschnit setzten sich die guten Leistungen fort, es gewannen Nora Flehmig über 100m Brust, Elias Hösel über 100m Schmetterling, Moritz Neumann über 200m Rücken und Philipp Ziegenbalg über 200m Rücken. Insgesamt wurden 68 neue Bestzeiten erschwommen, drei Hainsberger mussten gesundheitsbedingt zuhause bleiben. Die Rückfahrt nach Freital begannen wir dann bereits im Dunklen gegen 18 Uhr, wobei zwei HSV-Autos noch einen Zwischenstopp bei McDonald's in Görlitz machten. Sportler Tim "Timbo" Grunze hatte zwar beim Wettkampf nichts gewonnen, dafür aber dort zwei Mc-Donald's-Tragetaschen mit Burgermotiv, die er Erzählungen zufolge am nächsten Tag stolz zur Schau stellte, wie es sich für einen echten Sportler gehört.

 

Doch auch die jüngeren Sportler mussten sich mit ihren Leistungen am Sonntag beim Herbstschwimmfest nicht verstecken. Vor allem Paul Kanno (2. Platz 50 DB), Alia Lange (3. Platz 50 KB, 1. Platz 50 F in 0:42,83 Minuten), Sophia Lorenz (2. Platz 50 R, 2. Platz 50 KB) und Carolyn Schmidt (3. Platz 50 B, 1. Platz 50 KB) aus dem Jahrgang 2009 überzeugten mit vorderen Platzierungen im Bezirksvergleich und mit guten Bestzeiten. Nick Kietzmann (2008) war über die 50m Delphinbeine in 0:49,18 Minuten nicht zu schlagen, erreichte über 50m Rücken und 50m Freistil jeweils den zweiten Platz und kämpfte sich als einziger seines Jahrgang über die 200m Lagen auf der langen Bahn, wofür er mit einem weiteren ersten Platz belohnt wurde. Auch Marlen Dittrich, Mika Kovács, Pauline Markert, Luca Rödig und Helene Röhringer schafften es aufs Podium.

Insgesamt gab es 74 persönliche Bestleistungen und eine neue Kaderzeit. Auch am Sonntag waren vier Sportler wieder krank ausgefallen. Eine Sportlerin durfte übrigens an beiden Tagen, sowohl in Görlitz, als auch in Dresden, starten: Lena Rieß (2007) vom Landesstützpunkt machte dieses verdichtete Wettkampfprogramm aber keine großen Schwierigkeiten, denn sie schaffte bei insgesamt zwölf Starts immer noch zehn teils starke Bestleistungen.

im Bild: unsere Mannschaft in Görlitz