Saisonabschlussbericht

Hey liebe Fans,

nachdem nun schon etwas Zeit nach unserem letzten Spieltag vergangen ist, möchten wir mit euch auf unsere gemeinsame erste Saison blicken und einmal streng geheim hinter den Kulissen nachfragen: ALLES IM LOT BEI SCHWARZ-ROT nach der Saison?

Das (eine) Saisonziel Klassenerhalt wurde ja nun recht gefahrlos und bravourös gemeistert. Schaut man auf den Kurvenverlauf der Tabellenplatzierung wird man nichts Spannendes entdecken. Dies ist vielleicht maximal für unseren Statistiker Marcell-the-SchreibPohl interessant. Demnach können wir aus dem nahezu linearen Saisonverlauf mit einem famos-fantastisch-finalen Platz fier...äh 4 wohl nur über Insiderinformationen einen Spannungsbogen erzeugen!

Wir sind auf Stimmfang gegangen: 
„Wenn du die Saison in einem Satz beschreiben müsstest, wie würde er lauten?“
Li-the LiLiLibero-Lilo: „Zuviel Spannung für einen Satz…“ 
Oha…Wir suchen weiter nach dem Überraschungsei!
Über Wir-möchten-nicht-genannt-werden: „Kein Kommentar…“ , und Fragenklauer-LuLuLuisa-Libero: „Berg- und Talfahrt?“ (Ey ich stell hier die Fragen! Und ist das überhaupt ein Satz?!) hin zu Lebendigkeit an Linguistik Wieviel-passt-in-einen-Satz-Wiebke (übrigens sehr artverwandt dem Satz von Handfeste-Detailkompression-Hanna H.): „Unsere Saison war geprägt von Höhen und Tiefen, doch als Team sind wir zusammengewachsen und können stolz zurückblicken und mit Motivation nach vorn.“ 
Immer wieder fallen Sätze, die mit Auf und Ab beginnen, Assoziationen zur Achterbahnfahrt enthalten und mit Stolz, Motivation und Perspektiven enden. (Vielen Dank an alle weiteren Sätzeschreiber: Luise, Franzi, Marcell und Veronika)
Schauen wir also nun mal näher auf die spielerische Einzel- und Teamleistung im Achterbahnwaggon und die emotionalen Ein- und Ausbrüche im Kettenkarussell.

Die Analyse ist eindeutig: Konstant Unkonstant!

Aber es gilt zu bedenken, dass dieses neue Team nach wie vor die Phasen der gruppendynamischen Prozesse durchlaufen muss. Immer wieder kamen neue Spielerinnen dazu, einige andere galt es zu verabschieden. Und so verwundert es wohl niemanden, dass es zu Differenzen, Rollenkämpfen und strukturellen Hindernissen kommen kann. Doch das Team sah dies als Aufgabe, ist gewachsen – qualitativ, quantitativ und menschlich… Ja vielleicht sogar über sich hinausgewachsen?!! Wer hätte gedacht, dass wir mitten in der Saison schon so stabil standen, dass wir nicht mehr in den Abstiegskampf geschubst werden konnten? Kritiker sehen hier vielleicht auch einen Grund für die leistungsmäßige Talfahrt zum Ende der Saison. Doch das Team hat so viel gegeben! Gearbeitet, gekämpft, miteinander und füreinander, ja vielleicht auch manchmal gegeneinander. Aber ein Team würde sich nicht EIN-TEAM nennen, wenn es nicht bereit wäre, wieder einzusteigen und wieder bergauf zu fahren! Auch auf die Gefahr hin, dass dem Berg ein Tal folgt, aber folgt nicht letzten Endes dem Tal auch ein Berg?!

Ganz besonders möchte ich noch unsere Heimspieltage hervorheben. Ereignisse, die wohl nicht nur in unserer Liga Ihresgleichen suchen. Diese waren wirklich an Stimmung, Fananzahl, Kampfgeist und Buffet kaum zu übertreffen! Es war uns ein inneres Blumenpflücken, vor solch einer Kulisse spielen zu dürfen. Einmalig belohnt mit einer intensiven Hecht-Laola in 4 Richtungen hoffen wir, euch nächste Saison mehr davon bieten zu können! Aber an dieser Stelle nochmal ein ganz herzliches Dankeschön an alle Fans und/oder Sponsoren, Buffetunterhalter in Naturalien und Betreuung sowie Team-Unterstützer aller Art, auch die Daumendrücker daheim oder auf Arbeit. Weiterhin an den einen oder anderen Spieltags-Hobby-Fotografen, aber natürlich besonders noch einmal an Annemarie Werner für unsere hervorragenden Teamfotos. Auch da hoffen wir, euch nächste Saison wieder etwas Besonderes bieten zu können, aber weiteres wird an dieser Stelle noch nicht verraten. Also psssst!
Das letzte Wort hat diesmal ausnahmsweise der Trainer : 
„ Strafft-Euch-Trainer-Straube, was sagst du außer „Ich liebe es wenn ein Plan funktioniert!“ zu deiner Mannschaft und zur Saison?“

Erstmal durchatmen, was? Diese Saison war für mich als Trainer etwas ganz besonderes. Ich meine, als Trainer hat man selten die Chance, eine komplett neue Mannschaft aufzubauen, denn normalerweise geht man ja zu einem bestehenden Team. Also auch für mich eine neue Situation, aber genau das formt ja gute Trainer;). Jetzt, nach der Saison und inzwischen fast komplett ergraut, muss ich sagen, dass es für mich als Trainer die professionellste Saison war, die ich in meiner Laufbahn hatte. Egal, ob es das Training betraf, die Punktspielvorbereitung, unsere Heimspieltage oder auch das Hantieren mit Videoanalysen und Statistiken. Auch hier nochmal ein großes Dankeschön an meinen Co-Trainer Marcell. Wir haben es geschafft, den Mädels eine Richtung zu geben und ein Ziel, auf das sie teilweise sehr hart und konzentriert hingearbeitet haben. Dabei hat auch Kirstin, mein Kapitän, gerade in der Saisonvorbereitung durch ihre Erfahrung eine entscheidende Rolle gespielt. Sie hat es geschafft, die Spielideen und Vorgaben mit ins Feld zu nehmen und mit den Mädels umzusetzen – auch dafür kann ich nur danke sagen!! Wir haben uns durch diverse Probleme spielerisch und menschlich gekämpft und mir ist bewusst, dass wir noch eine ganze Menge Arbeit vor uns haben. Aber diese Basis mit diesem Team hat Potenzial und wer mich kennt, weiß, dass das meine volle Überzeugung ist. Jetzt müssen wir noch mehr lernen, was es heißt, ein „TEAM“ zu sein, was aber logischerweise ein Entwicklungsprozess ist. Ich freu mich riesig auf das, was kommt mit allen Höhen und Tiefen, ich will dem Team helfen, sich zu finden. Jetzt ist die Zeit, sich ein wenig zu erholen, etwas runterzufahren und wieder „ballgeil“ zu werden und dann geht‘s mit 100% in die Saison.

Um auf die Eingangssfrage noch zu antworten >>>> JA, alles im Lot bei Schwarz-Rot!