4. Spieltag | 1. Frauenmannschaft

17.01.2016 | Hainsberger SV - Rotation Großenhain - SV Rosswein

Wir melden uns aus der Winterpause zurück. Am Sonntag standen wir nun gut erholt und topmotiviert in der Turnhalle, um wieder auf Punktejagd zu gehen. Wir hatten vier Trainingseinheiten zur Vorbereitung – sollte dies reichen, um Punkte aus Großenhain zu entführen?

Pünktlich begannen die ersten Bälle übers Netz zu fliegen, die Feldpositionen waren bezogen und wir warteten auf den Anpfiff des Schiedsgerichts. Dann ging es los mit dem ersten Spiel: Hainsberger SV – SV Rotation Großenhain. Nach den ersten Bällen merkten wir sofort, dass irgendetwas nicht stimmt, denn wir fanden nur sehr schwer ins Spiel. Nervös in allen Bereichen, von der Annahme über den Angriffsaufbau bis hin zu Abschlüssen zitterten wir uns durch den ersten Satz. Doch wenn es etwas gibt, was wir gelernt haben, dann ist es, zu kämpfen und so gelang es uns, den ersten Satz auf unserer Habenseite zu verbuchen. Der Trainer versuchte an diesem Tag, viel das Gespräch mit jedem einzelnen zu suchen, um den Mädels ihre Nervosität zu nehmen. Aber der zweite Satz lief dennoch nicht viel besser als der erste. Es fühlte sich fast so an, als wäre Sand im Getriebe: egal was wir versuchten, nichts funktionierte wirklich effizient. Doch Trainer Straube hatte noch ein Ass im Ärmel, er wechselte auf der Diagonalen für Tina unseren Neuzugang aus Moskau Veronika ein und die legte los wie die Feuerwehr. Mit ihrer ersten Berührung versenkte Veronika den Ball im gegnerischen Hallenboden. Zweite Berührung uuuund PUNKT!!!!. Dritte Berührung uuuund Puu....NEIN! Ein kurzer Schrei ließ nichts Gutes ahnen und so war es auch. Unser HSV-Neuling verletzte sich ohne Fremdeinwirkung bei der Landung (Bänder). Ein sehr bittere Moment für uns alle, wie im Schock und immer mit dem Blick zu unserer Spielerin versuchten wir, den Satz zu meistern. Aber es ging einfach nichts mehr, alle machten sich zu große Sorgen und damit gewann Großenhain verdient den zweiten Satz. Trainer Straube hatte in der Pause alle Hände voll zu tun, um alle wieder im Kopf frei zu bekommen. Mit der Devise  „jetzt erst recht!!!" gelang es dem Trainer zu seinem Team vorzudringen. Im dritten Satz waren wir konzentrierter und effektiver, schneller und Leidenschaftlicher, es ging ein Ruck durch die Mannschaft. Zusammengefasst: es sah endlich nach Volleyball aus und zwar nach richtig gutem Volleyball. Wir lassen mal Zahlen sprechen: dritter Satz 25:15 für die Roten und vierter Satz 25:11! Damit hieß es zum ersten Mal an diesem Tag: „siehste Punkt, siehste Satz, siehste Spiel!“.
Nach einer langen Pause hieß es dann im dritten Spiel des Tages Hainsberger SV gegen Roßweiner SV.
Die Mädels hatten sich einiges vorgenommen, also ab aufs Feld und los ging es. Aber was war los? Es wirkte zum Teil, als hätten  wir noch nie einen Volleyball in der Hand gehabt. Wir haben nichts hinbekommen, also wirklich nichts: Angaben, Annahmen, Block, Angriffe?? – alles  nicht in der Qualität, die wir spielen können. Auch die erneut kämpferisch gute Leistung half uns zunächst nicht weiter, somit gewann Roßwein mehr als verdient die ersten beiden Sätze mit 29:27 und 25:21. Trainer Straube und Co-Trainer Pohl versuchten alles, um die Mädels auf Kurs zu bringen. Und irgendwie spürte man auch hier wieder es ist noch nicht die Messe gelesen, es ging eine komplett andere Mannschaft ins Feld. Und was war das? Es ging! Von Anfang an konzentriert und stabil in der Annahme, organisierten wir nach Belieben unseren Angriffsaufbau. Unser Block stand viel besser, wir machten unsere Angriffe tot und spielten dabei gut mit Auge. Wenn mal ein Ballwechseln länger ging, zeigten wir Kämpfer- und Nehmerqualitäten. Wir schossen Roßwein regelrecht mit 25:13 und 25:11 aus der Turnhalle. Also alles auf Anfang – 2:2 nach Sätzen. Letzter Satz, nun waren wir komplett im Spiel. Roßwein machte plötzlich wieder sehr viel Druck, aber wir hielten dagegen, wir versuchten alles, um wieder das Spiel in unsere Hände zu legen. Aber die Roßweiner Damen hatten Lunte gerochen und mobilisierten ihre letzten Kraftreserven. Es war ein Kopf-an-Kopf-Rennen, ein offener Schlagabtausch mit tollen Spielzügen und guter kämpferischer Leistung von beiden Teams, leider mit dem besseren Ende für die Rossweiner. Mit 15:13 verlieren wir den letzten Satz und damit auch das Spiel. Eine große Entäuschung in den Gesichtern war unseren Mädels deutlich anzusehen. Nützt nichts – Mund abputzen, aufstehen und weitermachen, nur das kann unserer Devise sein!
 
Der Trainer direkt nachdem Spiel: Wow, das ist bitter, so eine Niederlage einzustecken. Wir haben es nicht geschafft, im taktischen Bereich dizipliniert zu arbeiten. Viele Stellungsfehler, aber vor allem auch die Annahmen sind uns auf die Füße gefallen. Dennoch muss ich ganz ehrlich sagen, ich sehe hier von Spiel zu Spiel eine positive Entwicklung im Team. Alle Auswechslungen haben funktioniert, jeder hat Verantwortung übernommen, aber vorallem waren wir zu zwölft  auf dem Feld. Es war grandios zu sehen, welche Qualität die Mädels im 3. und 4. Satz spielen konnten. Das zeigt, dass wir im Training auf der richtigen Spur sind, auch wenn es für die Mädels auch mal nicht so angenehm ist (schmunzelt). Nun müssen wir klar analysieren und an unseren Fehlern arbeiten, aber ich bin heute trotz dieser sehr unglücklichen Niederlage zufrieden mit der Leistung.