1. Meisterschaftsspieltag | 1. Frauenmannschaft

3 Punkte gewonnen und trotzdem 1 Punkt verloren

1.Spiel (Hainsberger SV - Motor Wilsdruff)

Am Sonntag war es endlich soweit. Nach einem relativ erfolgreichen Turnier vor zwei Wochen (3. Platz) startete für die Mädels des Hainsberger SV die Punktspielsaison 2015/2016. Nach 4 Monaten intensiver Arbeit würde sich nun herausstellen, wie sich die neue Mannschaft im Bezirk schlagen wird. Endlich würde sich zeigen, wo wir stehen, man spürte schon die letzten Trainingseinheiten vorher die Vorfreude, sich endlich beweisen zu dürfen. Gesagt, getan: erstes Spiel Wilsdruff I, das war mal eine Aufgabe!

Dabei konnten wir auf einen Megakader zurück greifen: Luise Fröhlich (AA), Marie Keller (AA), Wiebke Seifert (AA), Hanna Hohmann (MB), Franziska Döring (MB), Julia Huber (MB), Juliet Bui (MB) Tina Fischer (DIA), Kirstin Dietrich(Z), Victoria Kubenz (Z), Luise Petermann (L) und Lilo Lehmann (L). Aber wir hatten nicht bloß einen großen Kader, sondern auch einen tollen Trainerstab mit Marcell, der wieder jeder Aktion auf Papier brachte und mit Martin (DSSV I), der uns an diesem Spiel beratend zur Seite stand. Konnte das das Mittel zum Erfolg werden?

Die Starting Six bestand aus: Luise Fröhlich (AA), Marie Keller (AA), Franziska Döring (MB), Julia Huber (MB), Tina Fischer (DIA), Kirstin Dietrich (Z) und Luisa Petermann (L). Die ersten Bälle flogen und alle, egal ob es auf dem Spielfeld war, in der Aufwärmzone oder in der Coachingzone, waren zu 100% im Spiel. Schon im ersten Satz zeichnete sich ab, dass die Mädels vom HSV definitiv in der Lage sind, in dieser Liga mitzuspielen. Wichtige Punkte wurden sauber erspielt und die selbstbewusste Hainsberger Mannschaft brachte Wilsdruff zunächst etwas aus der Ruhe, sodass diese schwer ins Spiel fanden und sich zu Eigenfehlern hinreißen ließen. Der Hainsberger Mittelblock zeigte, was er kann und es entwickelte sich zu einem Kopf-an-Kopf-Rennen. Ab dem 13. Punkt konnte sich Hainsberg mit konsequenten Angriffen 4 Punkte absetzen. Um den Hainsberger Spielfluss zu stoppen, nahm Wilsdruff eine Auszeit. Leider mit Erfolg. Die Wilsdruffer kämpften sich auf ein 22:23 heran, als Trainer Straube eine Auszeit nahm, um sein Team wieder auf Kurs zu bringen. Mit einem starken Hinterfeldangriff entschieden die Mädels des HSV am Ende den ersten Satz noch für sich mit einem Endstand von 25:23 für den HSV. SIEHSTE SATZ!!!!!!!

Der zweite Satz startete mit der gleichen Besetzung und der Anweisung, das Hinterfeld dicht machen und flexibel im K2 bleiben. Jedoch zeigte Wilsdruff mehr und mehr ihren Trumpf im Angriff. Beim 12:7 für Wilsdruff war eine festgefahrene Situation entstanden und die Mädels hatten das erste Mal einen Hauch von Hilfslosigkeit im Gesicht. Auf einmal machte es Bääääm auf Wilsdruffer Seite, als Marie, die immer besser ins Spiel kam, einen Ball in der gegnerische Hälfte einklinkte. Hainsberg war wieder da und um jeden Ball wurde gekämpft, dennoch waren wir zu inkonsequent im Angriffsaufbau. Daher gewinnt Wilsdruff verdient den 2. Satz.

Im 3. Satz wies der Trainer darauf hin, dass Wilsdruff nun taktischer spielen würde und wir unsere Basics runterspielen müssten, die im Training so oft trainiert wurden. Nachdem wir uns einige Punkte Vorsprung erabeitet hatten griff nun die Wechselbank. Victoria Kubenz (Z) kam für Kirstin Dietrich (Z) und Lilo Lehmann (L) für Luisa Petermann (L). Die Mädels machten ihren Job gut, aber leider machte die SG sehr viel Druck und somit verlieren wir mehr als ärgerlich mit 24:26.

Im 4. Satz kamen die Mädels nicht richtig ins Spiel, lagen schnell zurück und auch ein Wechsel der Mitten (Hanna kam für Jule), sowie erneut der Zuspieler konnte keinen neuen Wind in die Mannschaft bringen. Beim 21:8 für Wilsdruff blieb der Kopf zu, der Block fiel im eigenen Feld runter, Angriffe und Aufschläge gingen ins Aus und es gab die ein oder andere Kommunikationsschwierigkeit. Aber auch die gefühlten 20 Doppelberührungen auf Wilsdruffer Seite, die alle samt ungesühnt blieben, halfen echt nicht weiter. Lediglich der Kampfgeist blieb da und so schafften es die Mädels immerhin nach diesem dramatischen Rückstand den Satz noch mit 19:25 zu beenden. Das war auch extrem wichtig, um mit einem guten Gefühl in das Spiel gegen Dresden zu gehen.

2.Spiel (Hainsberger SV - Dresdner SSV IV)

Nun stand der Hainsberger SV dem Dresdner SSV IV gegenüber. Während die Mädels das Schiedsgericht stellten, konnte sich Trainer Straube Stärken und Schwächen der Gegner genauer anschauen und den Mädels mit auf den Weg geben. Es war auf eine starke Hinterfeldabwehr zu achten. Lilo Lehmann (L), die ihre Abwehr immer besser organisierte, kam für Luisa Petermann (L), sonst änderte sich an der Startaufstellung des ersten Spiels gegen Wilsdruff nichts. Schon zu Beginn übte Tina mit guten Angaben Druck auf den Gegner aus und auch die Angreifer zeigten tolle Leistungen. Selbst ein entstandener kurzzeitiger Rückstand ließ sich mit Konzentration, intelligenter Spielweise und Auge wieder wettmachen. Die Mädels kämpften sich ran, zeigten sich nervenstark und übernahmen die Führung. Beim 24:24 wagte Trainer Straube eine Auszeit, das 25:25 wurde durch einen ärgerlichen Kommunikationsfehler herbeigeführt. Es blieb spannend, doch letztendlich hatte Hainsberg mehr Biss und entschied den Satz mit 27:25 für sich.

Im zweiten Satz kam nun Wiebke Seifert (AA) für Luise Fröhlich (AA) ins Spiel. Mit kleinen Angabeserien gewannen die Mädels direkt zu Beginn Sicherheit, dennoch blieb es zunächst ein sehr ausgeglichenes Spiel. Sie schafften es immer wieder sich gut aus Situationen zu lösen, in denen es brenzlig werden konnte und eine gute Abwehr, sowie gute Angriffe, besonders aus dem Hinterfeld von Marie führten zu Punkten. Der DSSV nahm im Rückstand liegend die erste Auszeit, Aussage Trainer Straube: „So schön kann Volleyball sein.“ Der DSSV zeigte sich nach der Auszeit sehr sehr stark und konnte den Satz leider mit 25:23 beenden.

Der dritte Satz: Hier war es nun wichtig, die Konzentration aufrecht zu erhalten und die Kräfte noch einmal zu sammeln. Das Spiel blieb ausgeglichen, zwischendrin mal etwas schwerfälliger, schließlich hatten beide Mannschaften schon einige Sätze in den Knochen. Dennoch wurden die guten Spielzüge mit erfolgreichen Angriffen belohnt und die Mädels des Hainsberger SV nehmen das Spiel in die Hand und schenken dem Gegner nichts. Der DSSV versucht es bei einem Punktestand von 23:18 für den HSV noch einmal mit zwei Auszeiten hintereinander, doch auch das bringt die HSV Mädels nicht aus der Ruhe. Der Satz geht mit einem Stand von 25:18 an die HSV Mädels.

4. Satz: Diesen Satz musste der HSV sich holen, es war verdient und alles, worauf sie hingearbeitet hatten - zu gewinnen. Der erste Punkt ging an die HSV Mädels, was schon einmal gut für den Kopf war. Sehr lange und kräftezehrende Ballwechsel folgten, welche glücklicherweise immer einen guten Ausgang für den HSV hatten. Bei einem Rückstand von 5:0 entschied sich der DSSV für seine Auszeit, konnte seinen ersten Punkt dennoch erst erzielen, als der HSV bereits mit 8 Punkten vorne lag. Trotz des luxuriösen Vorsprungs hieß es, aufmerksam zu bleiben und nichts zu verschenken. Doch die Leichtigkeit und der Spaß, sicherlich auch gestützt durch den Vorsprung, war den Mädels ins Gesicht geschrieben und so konnten sie diesen letzten wichtigen Satz mit einem eindeutigen 25:14 für sich entscheiden.

Die Devise des Tages: Egal, wer auf dem Feld stand oder auf der Bank saß, der HSV präsentierte sich mit einer rundum starken Leistung und tollen Teamarbeit. Die ersten 3 Punkte der Saison sind unsere, so kann es gerne weiter gehen und Platz für Steigerungen ist trotzdem noch genügend da!

Trainer Straube: für den ersten Spieltag bin ich recht zufrieden. Wichtig war, dass wir einen so starken Kader hatten und kleine Schwächen damit ausbügeln konnten. Im Grunde hätten sich die Mädels noch einen Punkt mehr verdient. Aber wir wissen, woran wir arbeiten müssen und das werden wir - schließlich sind wir gekommen, um zu bleiben. Nur das ist wichtig.